„Ugly Prada” siegt!
Exklusive Handtaschen und Schuhe, aber auch diverse Kleidermoden-Linien machen Prada zu einem der angesagtesten Modelabels unserer Tage. Wie Louis Vuitton gehört auch Prada zum LVMH Konzern. Das 1913 von Mario Prada gegründete Unternehmen konzentrierte sich zunächst auf die Produktion und den Verkauf von Lederwaren. Erst als 1978 die Enkelin des Firmengründers Miuccia Prada den Konzern erbte, begann die wirkliche Erfolgsgeschichte von Prada. Der Erfolg und die wachsende Beliebtheit der Produkte liegen unter anderem in den schlichten und modernen Linien wie auch im kreativen Umgang mit Stoffen begründet.
Doch auch für weniger zahlungskräftige, aber genauso modebewusste Kunden hat Prada etwas zu bieten: Die Miu-Miu Linie ist die preiswerte Ergänzung der Prada-Linie für ein jüngeres Publikum. Der Stil dieser Modelinie ist weniger Couture-Stil, wirkt unkonventionell und einfach und betont vor allem Erdfarben. Aufsehen erregte Prada Anfang der 90er Jahre mit der Linie „Ugly Prada”. Die New York Times beschrieb den Look von Prada seit dem Jahr 2000 als den „Chic einer neofaschistischen Armee”.
Hier bekommt man die Designer-Stücke: Prada setzt bei seinen Boutiquen insbesondere auf das Konzept der „shop-in-shops”, der kleinen Boutiquen in größeren Kaufhäusern. Vier der insgesamt 164 Prada-Boutiquen sind in Deutschland – in München, Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt am Main sowie Ende 2008 in Berlin.