Von Damenkollektion zum Geschirr- und Fliesen-Design
Der Name Versace steht für exklusives und glamouröses Design ebenso wie für leuchtende Farben und auffällige Muster. Stars wie Madonna, Demi Moore, Halle Berry oder Jon Bon Jovi stehen Modell für die Trends aus dem Hause Versace. 1978 hatte der Italiener Gianni Versace das Modelabel gegründet und es zu einem der erfolgreichsten Modelabels der Welt gemacht. Nach dem Tod des Designers im Jahr 1997 übernahmen seine Geschwister Donatella und Santo Versace das Unternehmen.
In insgesamt 93 Boutiquen weltweit sind die edlen Stücke zu haben, die das Label Versace tragen. Drei davon befinden sich in Deutschland: in Berlin, Frankfurt am Main und München. Auch Versace konzentriert sich, wie die meisten anderen Modelabels, nicht ausschließlich auf Kleidung. Stattdessen werden von Versace auch Trends in Sachen Accessoires, Geschirr (Kooperation mit der Rosenthal AG) und sogar Fliesen für Wand und Boden gemacht („Gardenia Orchidea”, Italien). Darüber hinaus bietet das Modelabel Versace Möbel und Wohnaccessoires sowie Parfüms.
Versace bringt die Jeans auf den Laufsteg
Im Jahr 1979, ein Jahr nach Gründung des Modelabels, eröffnete in Mailand die erste Versace-Boutique. Gianni Versace brachte als erster namhafter Designer die Jeans auf den Laufsteg und fiel seinerzeit durch ungewöhnliche Materialkombinationen auf. Den internationalen Durchbruch feierte der Designer schließlich in den 80er Jahren. Zu dieser Zeit wurde auch das Haupt der Medusa zum Markenzeichen für seine Kreationen – später sogar Bestandteil des Versace Firmenlogos. Auf Galas oder bei Premierenfeiern traf man Gianni Versace zumeist in Begleitung seines Lebensgefährten D’Amico, einem italienischen Model. Alle großen Stars dieser Zeit waren Kunden oder Freunde von Versace: Michael Jackson und Elton John schwärmten ebenso für Versace wie Naomi Campbell oder Prinzessin Diana.
Nicht nur Kollektionen für Damen, Herren und Kinder tragen den Namen Versace. Ab 1982 etablierte sich der Designer zusätzlich in einem anderen Segment, nämlich der Bühnenausstattung für Theater-, Oper- und Ballett-Aufführungen. Seine Kreationen waren unter anderem in der Mailänder Scala zu sehen, wie auch in der San Francisco Opera sowie im New York City Ballett. In Versaces Buch „Mann ohne Krawatte gibt der Designer sein Verständnis von männlicher Schönheit preis, dessen Ideal er in der griechisch-römischen Klassik sah.
Von Versace zu „Versus” und „Signatur” – die Zweitlinien
Inzwischen laufen unter dem Hauptlabel Versace verschiedene Zweitlinien, von denen „Versus” im Jahr 1989 die erste war. Die von Giannis Schwester Donatella gestaltete Modelinie ist seit 1995 auf der New York Fashion Week zu sehen. „Versace Jeans”, „Instante” und „Signatur” sind weitere erfolgreiche Zweitlinien Versaces.